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Archive for September 2008

Törggelen in Südtirol

Törggelen in Südtirol

Also, in Südtirol kann man mit Sicherheit behaupten, dass es typische Speisen gibt, die immer noch viele Feinschmecker erfreuen. Knödel, Nocken und der berühmte gelbe Plent, Gerstsuppe, Krapfen, Strauben, und verschiedenste feine Sachen wie Kniakiachl oder Polsterzipfel vermischen sich schon seit Jahren mit dem großen und vielseitigen Angebot an Nudeln samt Beilage. Letztere jedoch stammen ganz klar aus dem südlichen Italien. Doch die Mischung ist sehr gelungen, denn alles wird gekonnt zubereitet, da die Menschenkombination in der kleinen Provinz an der Grenze genauso vielfältig ist, wie das Angebot an Speisen.

Wo wir gerade beim Essen sind. Einen sehr großen Stellenwert haben Sauerkraut, obengenannte Knödel, Schweinefleisch, eine gehaltvolle Suppe und gebratene Kastanien im Herbst. Sehr wichtig dabei: die Verkostung des neuen Weines und no a Glaserl vom alten dazu :-)! Ja genau, ich schreib grad vom Törggelen. Sobald in Südtirol die Ernte der Obst-und Weinbauern beginnt, denkt beinahe jeder daran. Ehemals war diese herrliche und sehr ergiebige Mahlzeit sozusagen das Erntedankfest, mit dem die Bauern sich bei ihren Helfern für das Wimmen (Weinlese), Klauben (Äpfel pflücken) und Weinpressen bedankten. Heute wird das Törggelen oft in eine Wanderung eingebunden und endet meist in feuchtfröhlichen „Gelagen“. Wer etwas über das Törggelen im Überetsch wissen möchte, oder wie das Törggelen im Burggrafenamt aussieht, kann hier direkt die Vergleiche ziehen. Auch das Törggelen an der Weinstraße wäre einen Versuch wert! Tipp: Haben Sie schon mal die Kastanienkrapfen in Schenna gekostet? Oder überhaupt ein Kastanienherz aus Schokolade, Sahne und Kastanienmus?…Ah ja: Es gibt da einen Spruch, der den Titel erklärt: „Knödel, Nudeln, Nocken, Plenten sein die vier Tiroler Elementen“.

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Kurtatsch an der Südtiroler Weinstraße

Kurtatsch an der Südtiroler Weinstraße

Schöne und interessante Orte gibt es in ganz Südtirol. Das Südtiroler Unterland z.B. hat einen ganz besonderen Reiz, denn es liegt ganz nah an der deutsch/italienischen Sprachgrenze. Zudem ist der Süden des Landes auch klimatisch sehr interessant. Sonne und Wärme herrschen hier vor – zumindest meistens. Denn heuer (2008) will auch das nicht so ausdauernd klappen. Der Regen macht immer wieder einen Strich durch die Rechnung. Doch immerhin sind in Tramin, Kurtatsch, Kurtinig, Neumarkt, Margreid, Salurn, Montan und Auer die Temperaturen wesentlich höher als im oberen Vinschgau oder im Hochpustertal.

Außerdem hat jedes Dorf seine Eigenheiten, wie z.B. Margreid mit der anscheinend älteste Weinrebe Europas (1601 gepflanzt) und seinen klimatisch begünstigten Weinreben auf 1030 m Höhe in der Fraktion Unterfennberg.

Oder Salurn, das direkt an der Grenze zum Trentino liegt. Man hört es am „Slang“, wenn man durch den Ort spaziert. Italienische Worte mischen sich ganz unbefangen mit dem südtiroler Dialekt. Wie in der Landeshauptstadt leben auch hier zahlreich Bürger italienischer Muttersprache im eigentlich deutschen Südtirol. Das bringt manchmal Diskussionen auf, da die Mentalitäten doch verschieden sind. Auf einem Felssporn, über den Dingen, steht das Schmuckstück des Dorfes, die Haderburg.

Auer hingegen ist ein Durchzugsort und macht sich vor allem durch den rießigen Markusmarkt am 25. April jeden Jahres und die „Unterlandler Weinkostwoche“ beliebt.

Montan und Neumarkt bilden irgendwie eine Einheit. Die zwei Orte bieten während der „Blauburgunder Tage“ im Frühjahr ein niveauvolles Programm zum besonderen Wein, der in den Lagen rund um die zwei Orte sehr gut gedeiht. Das Zentrum Neumarkts mit seinem sehr schönen historischen Kern liegt im Tal, während Montan sich an den Berghang schmiegt. Viele kleine Fraktionen und Wanderziele gibt es hier zu entdecken. Orte wie Gschnon oder Glen haben schon ihre eigene Faszination.

Tramin gilt als Heimat des Gewürztraminers und macht mit einem regen Dorfleben im Laufe des ganzen Jahres immer wieder von sich reden. Kurtatsch liegt auf einer Sonnenterasse und Kurtinig mitten im flachen Tal ist sowieso ein kleiner Ort der Idylle.

Dieser Meinung bin nicht nur ich: Pustertal, Vinschgau, Sarntal, Eisacktal und Unterland, Südtirol kann sich in jeder Himmelsrichtung sehen (und erleben) lassen!

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Dorfplatz in Andrian

Dorfplatz in Andrian

Was haben Orte wie Terlan, Andrian und Vilpian gemeinsam? Sie liegen alle drei im Etschtal, einem flachen, breiten Tal in Südtirol, in dem sich viele Landwirte dem Obst-und Weinanbau widmen und wo sich einige der Bauern sogar auf den Anbau von Spargeln spezialisiert haben.

Die sehr positive Folge dieser besonderen Tatsache ist eine besondere Aktion der Restaurants in Terlan, Nals und Umgebung in den Monaten April und Mai. Die Spargelzeit ist bei Südtirolern und Gästen sehr beliebt und aus der dicken, weißen „Margarethe“, wie sich das saftige Königsgemüse aus dem Tal nennt, werden in verschiedenen Restaurants wirklich sehr mundende und auch gesunde Speisen zubereitet und serviert.

Andrian, das Dorf am anderen Ufer der Etsch, schüttelt musikalische Trümpfe aus dem (imaginären) Ärmel. Die Stars aus dem Grand Prix der Volksmusik „Vincent & Fernando“ alias Ulrich und Otto Messner stammen aus diesem kleinen Ort und das wissen die Andrianer und ihre Nachbarn natürlich sehr wohl zu nutzen. Vor allem Gäste aus dem deutschen Raum lieben die volkstümliche Musik, in der die beiden Männer zu Hause sind und werden vom Heimatort der beiden magisch angezogen.

Es ist doch immer wieder faszinierend, dass in jedem Ort kleine und größere Highlights zu entdecken sind.

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St. Kassian

St. Kassian

Alta Badia, dieser Name ist in Südtirol sehr oft zu hören. Vor allem für Menschen, die schöne Gegenden und die schroffen Felsen der Dolomiten lieben, sind diese Worte ein Begriff. Der südliche Teil des Gadertales beheimatet Orte wie Corvara, Wengen, La Villa, Pedratsches, St. Kassian, Abtei oder Kolfuschg. Hier befindet man sich mitten in den schönsten Bergen und den Naturparks Puez-Geisler und Fanes-Sennes-Prags. Atemberaubend also die Erlebnisse auf Wander-und Biketouren und im Winter beim Skifahren und Langlaufen.

Aber nun zum Kern dieses Textes: Aus den Orten in diesem Tal, in denen natürlich auch Bergbauern wohnen, stammt der beliebte Käse, der sich „Alta Badia“ nennt. Verkäufer bezeichnen ihn als gut gereiften Schnittkäse mit geschmackvoll würzigem Aroma und geschmeidiger Konsistenz. Das klingt schon sehr lecker und ich kann diese Eigenschaften aus eigener Erfahrung bestätigen. Der Fettanteil beträgt 45% und der Inhalt ist die reinste Milch von Kühen aus den Bergbauernhöfen im Tal.

Und hier kann man den köstlichen Käse direkt bestellen!

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